Wann ist Insektenfütterung
im Sommer sinnvoll?
Viele Menschen denken bei der Fütterung von Wildtieren automatisch an den Winter. Wenn Schnee liegt und natürliche Nahrungsquellen knapp werden, ist die Unterstützung von Wildvögeln oder Igeln für viele selbstverständlich. Doch auch der Sommer stellt heimische Tiere zunehmend vor Herausforderungen.
Längere Trockenperioden, hohe Temperaturen und die zunehmende Versiegelung von Flächen sorgen dafür, dass natürliche Lebensräume immer kleiner werden. Insektenpopulationen gehen zurück, Böden trocknen aus und die Nahrungssuche wird für viele Tierarten deutlich schwieriger. Gerade in Städten und dicht bebauten Wohngebieten finden Wildtiere häufig nicht mehr die Vielfalt an Nahrung, die sie eigentlich benötigen.
Warum Insekten so wichtig sind
Insekten sind ein zentraler Bestandteil vieler Nahrungsketten. Zahlreiche Vogelarten ernähren ihre Jungtiere fast ausschließlich mit Insekten, da diese besonders proteinreich und leicht verdaulich sind. Auch Igel fressen in freier Natur hauptsächlich Käfer, Larven, Würmer und andere Kleintiere.
Sinkt das natürliche Insektenangebot, kann dies Auswirkungen auf die Entwicklung von Jungtieren und die Kondition ausgewachsener Tiere haben.
Kann man im Sommer zufüttern?
Grundsätzlich sollten Wildtiere ihre Nahrung selbst finden können. In besonderen Situationen – etwa bei langen Trockenperioden, Hitzewellen oder in sehr strukturarmen Gärten – kann eine ergänzende Fütterung jedoch sinnvoll sein.
Dabei gilt: Die Fütterung sollte die natürliche Nahrung ergänzen und nicht ersetzen. Ziel ist es, den Tieren in schwierigen Phasen zusätzliche Energie und Nährstoffe bereitzustellen.
Welche Insekten eignen sich?
Beliebtestes Ergänzungsfutter für Wildvögel und Igel — hochwertiges Protein, das von vielen Arten sehr gut angenommen wird.
Reich an Eiweiß und wertvollen Mineralstoffen wie Calcium — eine sinnvolle Ergänzung mit wachsender Bedeutung.
Wichtig ist dabei immer die Herkunft des Futters. Hochwertige Produkte aus kontrollierter Herstellung bieten Sicherheit für Tier und Umwelt.
Wasser ist mindestens genauso wichtig
Neben der Nahrung spielt Wasser im Sommer eine entscheidende Rolle. Eine flache Schale mit frischem Wasser hilft Wildvögeln beim Trinken und Baden und dient auch Igeln als wichtige Trinkquelle.
Natürliche Lebensräume fördern
Noch wichtiger als jede Zufütterung ist ein naturnaher Garten. Heimische Pflanzen, wilde Ecken, Totholz und Blühflächen schaffen Lebensräume für Insekten und sorgen langfristig für eine natürliche Nahrungsgrundlage.
Wer seinen Garten naturnah gestaltet, unterstützt die Artenvielfalt nachhaltig und schafft einen wertvollen Rückzugsort für zahlreiche Tierarten.
Die Sommerfütterung ist kein Muss, kann aber in bestimmten Situationen eine sinnvolle Unterstützung sein. Besonders in heißen und trockenen Sommern profitieren Wildvögel und Igel von einer ergänzenden Versorgung mit hochwertigen Insekten und ausreichend Wasser.
Schon kleine Maßnahmen können dazu beitragen, die heimische Tierwelt zu unterstützen und den eigenen Garten zu einem lebendigen Ort für Mensch und Tier zu machen.
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