EntoZoo Ratgeber

Natürlich füttern. Besser verstehen.

Saisonale Tipps und Fachwissen zu Igeln, Vögeln, Hühnern und Reptilien. Von Lisa und dem EntoZoo-Team.

Igel frisst Insekten aus einer Schale im Garten Igel frisst Insekten aus einer Schale im Garten

Saisonkalender

Was ist jetzt zu tun?

Januar

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Laub- und Reisighaufen bis April liegen lassen: Oft schläft darin ein Igel.
  • Igel im Januar tagsüber unterwegs? Das ist ein Notfall: Igelstation anrufen.
  • Kompost jetzt nicht umsetzen. Er ist ein beliebtes Winterquartier.
Rückzugsorte für Igel →

Vögel

  • Anfang Januar bei der NABU-„Stunde der Wintervögel“ mitzählen.
  • Bei Schnee hungern Amsel und Rotkehlchen zuerst: Haferflocken mit Öl auf den Boden.
  • Weihnachtsbaum zerlegt unter die Hecke legen. Das gibt kleinen Vögeln Deckung.
Wildvögel im Winter →

Hühner

  • ND-Impfung ist Pflicht: Impfintervall laut Impfstoff gleich fürs ganze Jahr eintragen.
  • Kunstlicht nur morgens zuschalten. Abends finden Hühner sonst die Sitzstange nicht.
  • Kammfrost kommt von feuchter Stallluft, nicht nur von Kälte: Lüftung prüfen.
Proteinquellen im Vergleich →

Februar

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Durchschlupf im Zaun schaffen: 13 × 13 cm reichen einem Igel.
  • Igelhaus nicht zum Nachschauen öffnen. Jedes Aufwachen kostet Fettreserven.
  • Lichtschächte und Kellertreppen sichern: Igel fallen hinein und kommen nicht mehr heraus.
Rückzugsorte für Igel →

Vögel

  • Nistkästen jetzt aufhängen, die Revierwahl beginnt.
  • Das Flugloch entscheidet: 26–28 mm für Blaumeisen, 32 mm für Kohlmeisen und Spatzen.
  • Letzte Chance für starken Heckenschnitt: Ab 1. März ist er verboten.
Wildvögel im Winter →

Hühner

  • Bruteier höchstens 7–10 Tage bei 12–15 °C lagern und täglich wenden.
  • Sammelkotprobe vor der Legesaison statt Wurmkur auf Verdacht.
  • Für die Brut: etwa 1 Hahn auf 8–12 Hennen, bei schweren Rassen weniger.
Proteinquellen im Vergleich →

März

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Die ersten Igel wachen auf, oft mit bis zu einem Drittel weniger Gewicht.
  • Futterhaus mit Labyrinth-Eingang aufstellen: Das hält Katzen fern.
  • Laubhaufen erst ab Ende April wegräumen, wenn alle Igel wach sind.
Igelfreundlicher Garten →

Vögel

  • Ab 1. März ist Brutzeit: Hecken nur noch leicht in Form schneiden.
  • Gegen Glasschlag helfen Punktmuster. Greifvogel-Aufkleber wirken kaum.
  • Nistmaterial anbieten: Moos und Tierhaare, aber nur ohne Floh- oder Zeckenmittel.
Protein für junge Wildtiere →

Hühner

  • Rote Vogelmilbe wird ab etwa 10 °C aktiv: Wellpappe-Fallen an die Sitzstangen.
  • Brutmaschine vorher 48 Stunden testlaufen lassen: Ziel 37,5–37,8 °C.
  • Legesaison startet: Austernschalen-Grit getrennt anbieten, die Hennen dosieren selbst.
Warum Calcium so wichtig ist →

April

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Mähroboter nur tagsüber laufen lassen. Nachts sind Igel unterwegs.
  • Reisighaufen fürs Osterfeuer vor dem Anzünden komplett umschichten.
  • Kein Schneckenkorn: Igel fressen die vergifteten Schnecken.
Igelfreundlicher Garten →

Vögel

  • Ganze Erdnüsse jetzt weglassen. An Nestlinge verfüttert, droht Ersticken.
  • Lehmpfütze anlegen: Schwalben brauchen nassen Lehm für ihre Nester.
  • Ein Katzengürtel um den Stamm schützt Bäume mit Nistkasten.
Protein für junge Wildtiere →

Hühner

  • Küken unter der Wärmeplatte statt Rotlicht: So bleibt ein Tag-Nacht-Rhythmus.
  • Auslauf in Abschnitte teilen und wechseln. Das senkt Wurm- und Kokzidiendruck.
  • Legenester dunkel einrichten, etwa ein Nest für 4–5 Hennen.
Warum Calcium so wichtig ist →

Mai

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Nachts lautes Schnaufen und Kreisen? Das „Igelkarussell“ ist Balz: nicht eingreifen.
  • Teich mit flachem Ausstieg: Igel schwimmen gut, schaffen aber keine steilen Ränder.
  • Netze und Fußballtore nachts hochbinden. Igel verheddern sich darin.
Igelfreundlicher Garten →

Vögel

  • Mitte Mai bei der NABU-„Stunde der Gartenvögel“ mitzählen.
  • Junger Vogel am Boden? Meist nicht verlassen: Die Eltern füttern weiter.
  • Mauersegler sind zurück: Ihre Nistkästen gehören hoch unters Dach.
Protein für junge Wildtiere →

Hühner

  • Milben-Hochsaison: nachts mit der Taschenlampe die Enden der Sitzstangen prüfen.
  • Kokzidiose bei Küken vorbeugen: Einstreu trocken, Tränke erhöht.
  • Glucke separat setzen, sonst legen die anderen Hennen ins Brutnest.
Warum Calcium so wichtig ist →

Juni

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Igelmütter bekommen jetzt Junge: Nester in Hecke und Laub nicht stören.
  • Vor dem Heckenschnitt unten vorsichtig mit einem Stock abtasten.
  • Bei Trockenheit fehlen Würmer und Schnecken. Jetzt hilft Zufüttern.
Dein Garten im Sommer →

Vögel

  • Vogeltränke täglich reinigen: Über das Wasser verbreiten sich Trichomonaden.
  • Getrocknete Mehlwürmer kurz einweichen. Nestlinge brauchen die Feuchtigkeit.
  • Wichtiger als Insektenhotels: ungemähte Ecken mit heimischen Wildblumen.
Sommerhilfe für Wildvögel →

Hühner

  • Ab etwa 30 °C: Hecheln und abgespreizte Flügel sind Hitzestress. Elektrolyte ins Wasser.
  • Lüftung oben am First öffnen. Die warme Luft muss nachts raus.
  • Federpicken bei Junghennen: Picksteine und Beschäftigung früh anbieten.
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Juli

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Jungigel mit geschlossenen Augen allein? Kurz beobachten, dann Igelstation anrufen.
  • Gruben, Eimer und Gullys abdecken. Jungigel fallen leicht hinein.
  • Igel sind Einzelgänger: Zwei Futterstellen verhindern Streit.
Jungigel richtig unterstützen →

Vögel

  • Viele Vögel mausern jetzt und wirken zerzaust. Das ist normal.
  • Vogelbad flach halten, höchstens 5 cm Wasser, mit einem Stein als Insel.
  • Zweitbruten laufen: Hecken weiter nur schonend schneiden.
Sommerhilfe für Wildvögel →

Hühner

  • Junghennen erst mit dem ersten Ei auf Legefutter umstellen.
  • Über 27 °C sinkt die Legeleistung: Füttern in die kühlen Morgenstunden legen.
  • Staubbad aus Sand und etwas Holzasche hilft gegen Federlinge.
Warum Calcium so wichtig ist →

August

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Jungigel gehen jetzt erstmals allein auf Futtersuche, oft schon in der Dämmerung.
  • Futterstelle täglich säubern. Reste verderben in der Wärme schnell.
  • Späte Würfe sind möglich: Diese Jungigel brauchen bis zum Winter jede Hilfe.
Protein für junge Wildtiere →

Vögel

  • Kranke Vögel gesehen (aufgeplustert, träge)? Futter und Tränke einige Wochen wegräumen.
  • Tote Amseln dem NABU melden. So wird das Usutu-Virus erfasst.
  • Sonnenblumen und Karden stehen lassen. Das ist Herbstfutter.
Was Jungvögel jetzt brauchen →

Hühner

  • Die Mauser beginnt: Eiweiß hochfahren, vor allem Methionin.
  • Hennen, die spät und schnell mausern, sind meist die besseren Legerinnen.
  • Blutende Federkiele locken Picker an: Verletzte Hennen sofort absondern.
Mauser verstehen →

September

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Igelhaus jetzt aufstellen: ruhige Ecke, Eingang weg von der Wetterseite.
  • Laub und Stroh daneben legen. Das Nest baut der Igel selbst.
  • Jungigel brauchen bis zum Winterschlaf rund 500 g. Jetzt zählt jede Mahlzeit.
Fettreserven aufbauen →

Vögel

  • Nistkästen leeren, wenn die letzte Brut raus ist: nur heißes Wasser, keine Chemie.
  • Im Herbstzug nimmt der Glasschlag zu: Markierungen an Fenstern erneuern.
  • Eberesche und Holunder nicht abernten. Das ist Futter für Drosseln.
Was Jungvögel jetzt brauchen →

Hühner

  • Mausernde Hennen nicht unnötig hochnehmen. Neue Federkiele schmerzen.
  • Kotprobe nach der Saison: gezielt entwurmen statt pauschal.
  • Neue Hennen 1–2 Wochen mit Sichtkontakt eingewöhnen, dann zusammensetzen.
Starke Federn von innen →

Oktober

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Igel tagsüber unterwegs? Fast immer ein Warnsignal: Igelstation anrufen.
  • Laubbläser und -sauger meiden. Sie saugen Igel und Insekten ein.
  • Kompost und Reisig ab jetzt in Ruhe lassen. Hier entstehen Winterquartiere.
Igel richtig zufüttern →

Vögel

  • Futterstelle jetzt starten: Vögel merken sich im Herbst, wo es Futter gibt.
  • Futtersilo statt offenem Häuschen: Kot im Futter verbreitet Krankheiten.
  • Stauden über den Winter stehen lassen. In den Stängeln überwintern Insekten.
Wildvögel im Herbst →

Hühner

  • Für neue Federn zählen Methionin und Cystin mehr als der Rohprotein-Wert.
  • Sitzstangen flach und 4–5 cm breit: So wärmen Hühner nachts ihre Zehen im Gefieder.
  • Stall nicht luftdicht dämmen. Kondenswasser schadet mehr als Kälte.
Mauser verstehen →

November

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Männchen schlafen zuerst, Jungigel zuletzt. Manche sind bis Dezember aktiv.
  • Futterstelle weiter füllen, solange Igel kommen. Nicht abrupt einstellen.
  • Jungigel im November unter 500 g? Eine Igelstation um Rat fragen.
Fettreserven aufbauen →

Vögel

  • Nistkästen hängen lassen: Meisen und Zaunkönige übernachten darin.
  • Futterplatz mit 2 m freier Sicht rundum. So kann sich keine Katze anschleichen.
  • Mehlwürmer liefern viel Energie für lange, kalte Nächte.
Wildvögel im Herbst →

Hühner

  • Geflügelpest-Saison: Aufstallung vorbereiten, Futter und Wasser unter Dach.
  • Riecht der Stall nach Ammoniak, ist es schon zu viel: Einstreu und Lüftung prüfen.
  • Kohlkopf aufhängen: Grünfutter und Beschäftigung, wenn der Auslauf kahl ist.
Starke Federn von innen →

Dezember

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick

Igel

  • Im Winterschlaf sinkt der Herzschlag von etwa 200 auf unter 10 pro Minute.
  • Igel im Schnee unterwegs? Sofort eine Igelstation kontaktieren.
  • Silvester: Feuerwerk nicht neben Laub-, Reisig- oder Komposthaufen zünden.
Rückzugsorte für Igel →

Vögel

  • Bei Frost die Tränke morgens mit lauwarmem Wasser füllen und abends leeren, dann friert sie nicht fest.
  • Meisenknödel ohne Plastiknetz kaufen. Darin verfangen sich Krallen.
  • Geschälte Sonnenblumenkerne: kein Schalenmüll unter dem Futterplatz.
Wildvögel im Winter →

Hühner

  • Tierseuchenkasse: Bestand zum Stichtag 1. Januar melden.
  • Tiefstreu nur nachstreuen statt ausmisten. Die Rottewärme heizt mit.
  • Eine Heizplatte unter der Tränke hält das Wasser auch nachts flüssig.
Proteinquellen im Vergleich →

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Mythos oder Fakt?

Mythos oder Fakt?

„Ein Igel, der tagsüber durch den Garten läuft, sucht einfach nur Futter.“

Was glaubst du?

Mythos oder Fakt?

„Federn bestehen zu rund 85 % aus Eiweiß.“

Was glaubst du?

Mythos oder Fakt?

„Viele Jungvögel verlassen das Nest, bevor sie richtig fliegen können.“

Was glaubst du?

Mythos oder Fakt?

„Muschelkalk versorgt Hühner neben Calcium auch mit Eiweiß.“

Was glaubst du?

Mythos oder Fakt?

„Igel sammeln Äpfel auf ihren Stacheln als Wintervorrat.“

Was glaubst du?

Mythos oder Fakt?

„Spatzen fressen Körner, füttern ihre Küken aber fast nur mit Insekten.“

Was glaubst du?

Mythos oder Fakt?

„Vor der Winterruhe sollten Reptilien noch einmal kräftig fressen.“

Was glaubst du?

Mythos oder Fakt?

„Soldatenfliegenlarven enthalten deutlich mehr Calcium als Mehlwürmer.“

Was glaubst du?